Barbara Schwarzl

geboren 1970, studierte Pharmazie und arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren in verschiedensten öffentlichen Apotheken Österreichs, wo sie ihre Kunden mit ihrer liebenswerten Art, mit ihrer profunden und herzlichen Beratung und mit ihrer langjährigen Erfahrung schätzen.
Seit wenigen Jahren schreibt sie. Sie liebt das Reisen über alles, spricht gerne Italienisch und Französisch und hält sich gerne in der Natur auf. Als Apothekerin bildet sie sich laufend fort und vertieft sich am liebsten in den Bereichen der Psychologie, der Psychiatrie und der Pflanzenheilkunde. Letzteres lebt sie zur Freude ihres Herzbuben in ihrem Garten aus. Diese Interessen und Leidenschaften fließen in ihre Bücher ein.

Ihre ersten beiden Werken sind im Novum Verlag erschienen, handeln vom Reisen und sind die idealen Begleiter vor Ort, schließlich beinhalten sie jede Menge Routenvorschläge. In ihrem Erstling, dem Reisetagebuch “Reise quer durch Estland, Lettland und Litauen” (2011) schildert sie dem Buchtitel entsprechend ihre Eindrücke. Ihr Herzbube lieferte die tollen Fotos für das Cover und das Buchinnere.

Der Roman “Alles anders. Auf Umwegen angekommen” (2012) spielt in Venedig, das die Autorin sehr gut kennt und immer wieder gerne aufs Neue erkundet, und in der Normandie. Sie liebt Italien und Frankreich, kennt diese beiden Länder sehr gut, spricht selbst Italienisch und Französisch und fühlt sich in der Gesellschaft von Italienern und Franzosen stets wohl. Dieses Gefühl bekommt der Leser vermittelt.
Zusätzlich fein dosierte Hintergrundinformationen, ein wenig Lokalkolorit, eine gesunde Dosis Gefühl, manchmal ein wenig Herzschmerz. “Alles anders. Auf Umwegen angekommen” ist aber kein reiner Liebesroman.
Dass der D-Day im Normandie-Teil eine wesentliche Rolles spielt, hat viele Leser positiv überrascht. Was wäre die Normandie heute auch ohne den D-Day?

Mit ihrem dritten Werk “Spurensuche. Diagnose Schizophrenie” (2016), erschienen im A. Fritz Verlag, widmet sich Barbara Schwarzl erstmals einem medizinischen Thema. Bewegt von manchen Schicksalen ihrer Patienten möchte sie als Sprachrohr für diese manchmal bedauernswerten und geächteten Menschen auftreten.
Dieser Roman leitet fließend zu einem Sachbuch über, da Informationen fein dosiert in die Handlung eingewoben sind. So bekommt der Leser die Krankheit von jedem nur erdenklichen Blickwinkel ausgeleuchtet. Er erfährt von den Ursachen, den Symptomen, der Prognose, der Therapie der Erkrankung, von veralteten Behandlungsmethoden, der eugenischen Lösung, von den Schwierigkeiten des Patienten, in ein geregeltes Leben wieder zu finden, von den Schwierigkeiten der Familie und vor allem was es heißt, ein Nachkomme eines Schizophrenen zu sein.
Über all das wird aufgeklärt, ohne belehren zu wollen, denn schließlich will die Autorin vorrangig unterhalten. Vordergründig geht es um die fiktive Beziehung einer jungen, modernen Frau zu ihrem schizophrenen Vater, von dessen Existenz sie erst mit Mitte dreißig erfährt.

Außerdem bekommt der Leser den Ausbruch der Krankheit hautnah mit, ohne vielleicht die ersten Symptome richtig deuten zu können. Neugierig?

Barbara Schwarzl durfte “Spurensuche. Diagnose Schizophrenie” am DGPPN-Kongress im November 2016 und 2018 in Berlin vorstellen und auch daraus lesen.

In ihrem vierten Buch “Dreierblues” stechen ihre Vorliebe für das Reisen und psychologische Tiefgänge hervor. “Dreierblues” ist sicher ihr pfiffigstes Buch bisher und ist am ehesten in das Genre Roadnovel einzuordnen. Bedingt durch die drei unterschiedlichen Charaktere variiert die Sprachmelodie von gehoben bis zu salopp und flapsig.
Der Roman “Dreierblues” erschien Ende Dezember 2018 bei neobooks. Eine Taschenbuchausgabe ist in naher Zukunft geplant.